Corona - Der Weg von Bauernhof Rosendahl durch die Krise

Corona – Der Weg vom Bauernhof Rosendahl durch die Krise

Corona-Krise – Familie Rosendahl – Gut Ellscheid – Der Bauernladen

Die Corona-Pandemie hat auch die Familie Rosendahl und ihren Bauernladen zu diversen Anti-Corona-Maßnahmen gezwungen. Hygiene wurde auch schon vor Corona auf Gut Ellscheid, idyllisch gelegen zwischen Haan und Gruiten, großgeschrieben. Von der Ellscheider Str. folgt man dem gelben Schild „Einkaufen auf dem Bauernhof“ und sieht dann schon die großen Backsteingebäude. Der Hof, 1704 erstmalig urkundlich erwähnt, befindet sich seit 1904 in Familienbesitz. Seit 1991 bewirtschaften Gerhard Rosendahl (staatlich geprüfter Landwirt) und Marlene Rosendahl (staatlich geprüfte Oecotrophologin), den landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb in der vierten Generation.

Corona - Der Weg vom Bauernhof Rosendahl

Frau Rosendahl erinnert sich an die Anfänge der Corona-Krise: „Anstrengend war besonders die Anfangszeit von Corona. Jeden Tag gab es neue Vorschriften. Die Landwirtschaftskammer, besonders der Landservice-Bereich, hatten die Informationen zur Desinfektion, zum Spuckschutz, zu Begrenzung usw.  gut aufbereitet, trotzdem war die Umsetzung aufwändig“. Vor dem Eingang zum Bauernladen steht jetzt ein Zelt und ein Tisch mit Desinfektionsmittel, damit die Kunden sich die Hände desinfizieren und im Trockenen oder im Schatten warten können. Denn auch hier dürfen nur immer zwei Kunden gleichzeitig in den Laden. „Wir sind unseren Kunden dankbar. Sie haben diese ganzen Umstände klaglos mitgemacht und sind uns treu geblieben und ganz im Gegenteil, dadurch dass man eine Zeit nicht zum Essen gehen konnte, wurde mehr und auch bewusster Eingekauft“, so Marlene Rosendahl.

Der Laden ist neben der Milchviehhaltung, dem Ackerbau und der Pferdehaltung ein wichtiger Betriebszweig auf Gut Ellscheid. Seit 1991 betreibt Frau Rosendahl den Bauernladen mit festen Öffnungszeiten. Die frische Rohmilch ist naturbelassen, gekühlt und nicht homogenisiert. Sie wird direkt frisch abgezapft. Zusätzlich gibt es Dickmilch und Buttermilch. Für die Milch und Dickmilch können Behälter selber mitgebracht werden.

55 Milchkühe der Rasse „Holstein Friesian“ leben in einem Boxenlaufstall. Sie können sich im Stall frei bewegen und wählen selbst, ob sie laufen, fressen, weiden oder auf mit Stroh eingestreuten Gummimatten liegen. Von April bis Oktober haben sie zusätzlich die Möglichkeit, auf die direkt hinter dem Stall liegende Weide zu gehen. Sie werden zweimal am Tag gemolken und haben eine durchschnittliche Milchleistung von ca. 10.000 l / Jahr.

Die ca. 50 Jungtiere sind im Jungviehstall untergebracht. Sie ziehen hier im Alter von 14 Tagen ein und wechseln nach zwei Jahren, wenn sie das erste Kalb geboren haben, in die Milchkuhherde. Der Jungviehstall ist ein Offenstall, in dem ein gutes, natürliches Klima für die Tiere herrscht.

Das Futter wird zum größten Teil auf eigenen Feldern angebaut. Bei dem zugekauften Futter wird bewusst auf gentechnisch veränderte Futtermittel verzichtet. Abnehmer für die Milch ist die Molkerei Campina Friesland, sie wird in der Produktlinie „Landliebe Milch“ eingebracht.

Um ein breites Sortiment anbieten zu können, arbeitet die Familie Rosendahl mit Berufskollegen aus der Region zusammen. Das Sortiment umfasst frische und qualitativ hochwertige Produkte und Lebensmittel, die teilweise selber produziert werden. Kartoffeln, Eier, Honig sowie Wurst- und Käsewaren, gibt es genauso wie Brot, Brötchen und Kuchen vom Blech. Brotaufstriche, Sirup und Sauerkonserven werden selber hergestellt. Saisonale Produkte, wie Erdbeeren und Spargel, aber auch Quark, Senf und Öle sowie Körner und Samen für eine bewusste Ernährung runden das Sortiment ab. Frische Suppenhühner aus artgerechter Haltung und in der Vorweihnachtszeit Tannengrün und Weihnachtsbäume sind im Angebot.

Unser Fazit auch in Zeiten von Corona: Ein Besuch im Bauernladen der Familie Rosendahl lohnt sich, um einen selbstgemachten Rhabarber- oder Holundersirup zu kaufen oder auch, wenn man ein Geschenk aus Haan sucht oder auch, wenn Kinder mal erleben sollen, woher die Milch kommt und dass sie anders schmeckt, als die aus der Tetra-Packung. Wir finden, dass gerade in dieser Corona-Zeit das Motto gelten muss: Sei loyal, kauf lokal.

Seit Beginn der Corona-Krise an, werden auch selbstgenähte Masken für 5 Euro verkauft. 1 € pro Maske wird an den CVJM Haan gespendet. Auch das zeigt, dass die Familie Rosendahl flexibel und fest verwurzelt mit Haan ist.

Öffnungszeiten des Ladens:

Montag und Mittwoch von 16.00 – 18.30 Uhr

Freitag von 09.00 – 12.00 Uhr und von 16.00 – 18.30 Uhr

Samstag von 09.00 – 12.00 Uhr

(Red. Annette Braun-Kohl)

 

Zum Video